CrowdRadio

SRF im Interview: So wird die App in die Website integriert

CrowdRadio liefert Radiosendern nicht nur eine moderne, digitale Plattform für mobile Endgeräte, sondern vereinfacht auch die tägliche Arbeit der Redaktionen. Dazu haben wir unter anderem den Content-Export entwickelt, der es den Sendern ermöglicht, den App-Feed mit seinen Beiträgen in die eigene Website zu integrieren.

Mit dem Content-Export erscheinen die App-Beiträge automatisiert und parallel in Echtzeit auch auf der Website des Senders. Das erspart den Redakteuren eine doppelte Beitragserstellung für zwei verschiedene Online-Plattformen.

Die Entwicklung des Content-Exports entstand in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Auf der Website des Jugendsenders SRF Virus wurde der App-Feed nun erstmalig integriert. Wir haben mit Hansjörg Bolliger gesprochen, Projektleiter Multimedia beim SRF, warum sich das SRF für die Verknüpfung der Website und der App entschieden hat, welche individuelle Darstellung der App-Beiträge dabei gewählt wurde und wie das SRF den technischen Aufwand auf Senderseite bewertet.

Aus welchen Gründen hat sich das SRF für die Integration des App-Feeds in die Website des Senders SRF Virus entschieden?

Hansjörg Bolliger: Ursprünglich hätten wir uns sogar gewünscht, die SRF Virus-App im Zuge einer Strategieänderung als digitale Hauptplattform einzusetzen und damit den bisherigen Webauftritt völlig zu ersetzen. Damit wollten wir verhindern, dass unsere Redakteure zwei digitale Plattformen bespielen müssen. Nach reichlicher Überlegung sind wir dann aber doch zu dem Entschluss gekommen, dass derzeit noch ein separater Webauftritt für unsere Online-User notwendig ist. Also haben wir uns für eine Kombination von online und mobile entschieden. Gemeinsam mit CrowdRadio haben wir deshalb an einer optimalen Lösung sowohl für unsere Redaktion als auch unsere User gearbeitet.

SRF Virus ist nun der erste unserer Sender, der den App-Feed auch auf seiner Website abbildet. Im Gegensatz zu unserem Sender SRF 3, bei dem in der App hauptsächlich das OnAir-Programm mobil und visuell abgebildet wird, enthält die SRF Virus-App teilweise exklusiven Content, der nur dort und nicht auf der Website veröffentlicht ist. Die Einbindung dieser Beiträge macht also durchaus Sinn. Und durch die automatische Aktualisierung mit dem App-Feed entsteht für die Redaktion kein Mehraufwand.

Warum habt ihr euch schließlich für diese Darstellung und Position des App-Feeds auf der Website entschieden?

Hansjörg Bolliger: Der App-Feed ist im gleichen Look and Feel wie die Widgets der Social Media-Plattformen Facebook, Instagram und Twitter dargestellt, steht aber davon an erster Stelle. Das signalisiert natürlich auch die Priorität der SRF Virus App, die sie für uns als eigenes Produkt hat. Zudem reiht sich die App so in die für unsere Hörer bereits bekannten Kanäle ein.

In der Darstellung haben wir uns größtenteils an das originale Design der App orientiert. Beim Klick auf einen Beitrag erscheint der Detailview zum Inhalt als eigene kleine Microsite in Form eines Popovers. Allerdings lassen wir nicht das User-Feedback anzeigen, das App-Nutzer über die Feedback-Funktion mobil eingeschickt haben. Das hat zwei Gründe. Zum einen wollten wir bei der Web-Integration ganz bewusst einen Schnitt in der Funktionalität machen. Das soll unseren Hörern den Anreiz zu geben, sich die App auf ihr Smartphone zu laden – denn nur dann können sie die Inhalte komplett nutzen. Zum anderen entstand die Befürchtung, den Web-Usern ein falsches Signal durch ein Kommentar-Symbol zu geben, da die Feedback-Funktion derzeit ja nur über die App nutzbar ist.

Wie zufrieden seid ihr mit der Integration des App-Feeds in eure Website?

Hansjörg Bolliger: Wir sind allgemein sehr zufrieden mit dieser Lösung. Unsere Redakteure haben eine Zeitersparnis und die Online-User werden auch auf unserer Website auf die tollen Inhalte aus unserer App aufmerksam. Durch die App-Store-Buttons können wir den Nutzern nochmals den Hinweis auf unsere App als mobile Plattform geben. Auch die Möglichkeit, per Klick auf die Feed-Inhalte zu einer Microsite eines Beitrags zu gelangen, finden wir super. So kann der redaktionelle Inhalt, das Foto, Video oder der Sendungsbeitrag genauer betrachtet werden und auch das Teilen des Beitrags auf den Social Media-Accounts ist für unsere Hörer möglich. Für uns ist das eine optimale Vernetzung unserer digitalen Plattformen.

Wie bewertest du den technischen Aufwand auf der Seite eures Senders?

Hansjörg Bolliger: Wir haben mit CrowdRadio diese Funktion gemeinsam entwickelt. Natürlich ist dieser Initialaufwand etwas größer. Da probiert man verschiedene Möglichkeiten aus oder es hängt auch mal etwas auf der technischen Seite. Das ist aber ganz normal. Für andere Sender, die diese Funktion nun nutzen möchten, hält sich der Aufwand aber auf jeden Fall in Grenzen.

Vielen Dank Hansjörg Bolliger, für das Gespräch.

Kategorie:

Technologie

Datum:

8. Oktober 2015

Autor:

Katharina Meißner, Marketing und PR

Katharina ist bei CrowdArchitects für den Bereich PR und Marketing zuständig und hat schon während ihrer Masterthesis ihr Herz an CrowdRadio verloren. Die studierte Medienmanagerin jongliert gerne mit Worten, schwört auf ihren englischen Schwarztee und hat zu beinahe jeder Lebenssituation ein Zitat aus den Simpsons parat.

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