CrowdRadio

7 Tipps, um mit einer App mehr Stammhörer zu gewinnen

Tipp 1: Erobert den Homescreen eurer Hörer

Solange die Mediaanalyse (MA) noch die Währung der Radiobranche ist, gilt es möglichst viele Kontakte zu den Hörern zu haben (wir nennen es Touchpoints). Jeder dieser Touchpoints hilft dabei, eure Marke bei ihnen in Erinnerung zu rufen und somit Erwähnungen bei den wichtigen Hörerumfragen zu bekommen. Mit eurer eigenen Smartphone-App habt ihr die Möglichkeit, euch auf den Homescreens der Hörer zu platzieren und damit täglich ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Damit die App diese notwendige Bedeutung bei den Usern erhält, muss sie sich jedoch deutlich vom Angebot der mittlerweile so populären Stream-Aggregatoren, wie radio.de oder TuneIn, unterscheiden. Oberstes Ziel ist es deshalb, eure App mit echten Mehrwerten zu gestalten, die über den linearen Radiostream hinausgehen. Welche das sein können, verraten wir euch in den folgenden Tipps.

Tipp 2: Radio-on-demand. Eure Marke zu jeder Zeit an jedem Ort

Lineares Radio ist vergänglich. Einmal gesendet, ist die beste Sendung schon wieder vorbei und der beste Gag bereits gezündet. Für mehr Touchpoints mit euren Hörern solltet ihr darauf achten, euer Programm mehrfach zu verwerten. Gut gemachte Radio-Apps geben euch die Möglichkeit, ausgewählte Inhalte on-demand, also bei Bedarf, abrufbar zu machen. Beispiele solcher Inhalte können sein:

  • Reportagen und vorproduzierte Features,
  • Interviews mit Studiogästen oder Comedy-Podcasts (Beiträge, die ihr für die OnAir-Verbreitung produziert oder einkauft, dürfen meistens ohne Mehrkosten auch online zugänglich gemacht werden),
  • ausgewählte OnAir-Mitschnitte. Tools wie Omny helfen euch dabei, euer Programm aufzuzeichnen und mithilfe von Kapitelmarken anschließend passende Podcasts zu erstellen.

Tipp 3: Gebt dem Radio einen Second Screen

Im Fernsehprogramm ist es Gang und Gäbe programmbegleitende Inhalte über Second Screen-Apps anzubieten. Warum nicht auch im Radio? Durch Apps habt ihr die Möglichkeit euer Audio-Programm sichtbar zu machen und erhaltet einen zusätzlichen Touchpoint zum Hörer während des Liveprogramms. Besonders während der MA-Zeit ist dieser Weg Gold wert, um eure Marke auch bei Nicht-Stammhörern präsenter zu gestalten.
Ein gut gemachtes Second Screen-Angebot liefert kontinuierlich Informationen zum Programm und führt dazu, dass der Hörer die App häufiger aus der Hosentasche holt als nur zum Starten oder Stoppen des Livestreams.

Tipp 4: Unterstützt das Wir-Gefühl für mehr Viralität

Online-Foren machen es millionenfach sichtbar: Gemeinsame Interessen verbinden. Man stellt Fragen, diskutiert oder bekundet einfach sein Interesse. Was in Zeiten von analogem Radio nur auf Offline-Veranstaltungen sichtbar wurde, kann mit Apps nun ganz einfach erzeugt werden: Das Wir-Gefühl eurer Hörercommunity.
Gebt euren Hörern die Möglichkeit, sichtbar zu werden. Lasst sie sich am Programm beteiligen und untereinander die Sender-Verbundenheit ausdrücken. Eine „Shoutbox“ oder am besten die Möglichkeit, eure Inhalte direkt und öffentlich zu kommentieren, ist die geeignete Lösung, um das Mitteilungsbedürfnis der Hörer nicht von der Arbeitsgeschwindigkeit eurer Redaktion abhängig zu machen. Nur eine WhatsApp-Nummer oder die Bitte, euch im Studio anzurufen, reicht also nicht aus und ist, wenn man ehrlich ist, auch häufig mit zu viel Arbeit verbunden.

Tipp 5: Legt los! Eure Hörer sind schon da

Egal welche Studie man heranzieht, alle haben gemeinsam, dass sie die Zunahme von Smartphones für den Medienkonsum voraussagen. Der Webradiomonitor 2014 prophezeit sogar, dass Radiohören über mobile Anwendungen bis 2016 um 81 Prozent steigen wird. Was die UKW-Verbreitung angeht, wird mittelfristig allein das Auto nennenswerter Ort des terrestrischen Hörgenusses bleiben. Das heißt im Umkehrschluss: Außerhalb des Autos wird der Empfangsweg vorzugsweise das Internet sein, denn DAB+ will und will sich einfach nicht durchsetzen. Höchste Zeit also, sich auf die Distribution über das mobile Netz vorzubereiten. Damit eure Stammhörer nicht abwandern, müsst ihr rechtzeitig auf den zukunftsträchtigen Verbreitungswegen aktiv sein.

Tipp 6: Unterschätzt nicht die Konkurrenz auf den Smartphones eurer Hörer

Stammhörer zeichnen sich durch eine hohe Verbundenheit zum Programm aus. Da wäre es naheliegend anzunehmen, dass alle Hörer beizeiten einfach auf das Smartphone wechseln. Das werden sicherlich einige tun, wichtig ist aber auch, aus der nächsten Generation neue Stammhörer über das neue Distributionsmedium zu gewinnen. Macht deshalb nicht den Fehler, euer mobiles Angebot nur als Verbreitungsmedium des schon bekannten, linearen Programms zu verstehen.
Die Begründung ist einfach: Eure Fans haben auf ihrem Smartphone unzählig viele multimediale Angebote. Um dort als Radiosender gegenüber der (Aufmerksamkeits-)Konkurrenz zu bestehen, müsst ihr visuell stark sein. Spielt also eure Stärken aus und bietet begleitende Inhalte zu guter Musik, regionalen Highlights usw. an – eben den Content, der euer Programm auch OnAir auszeichnet.
Auch der regelmäßige Einblick in eure Arbeit, die Redaktion oder das Studio sind tolle Inhalte, die visuell super transportiert werden können. Es lohnt sich, frühzeitig Möglichkeiten auszuprobieren, bevor der Konkurrenzsender besseren Onlinecontent anbietet.

Tipp 7: OnAir-Promotion wirkt Wunder

Besonders unter Berücksichtigung des Ziels, mehr Touchpoints zum User zu generieren, solltet ihr eure OnAir-Reichweite sinnvoll nutzen, um eure App zu promoten. Durch die kontinuierliche Erwähnung vermittelt ihr das Gefühl, dass euch dieser moderne Verbreitungsweg wichtig ist. Aber vergesst nicht, die Promotion mit einem konkreten Mehrwert zu verknüpfen. Beispiel: „Das Musikvideo zu diesem Chart-Stürmer findet ihr in unserer App“ oder „Die neueste Ausgabe unserer Comedy hört ihr jetzt live und zum Nachhören auch in unserer App“. Auf diese Weise macht ihr deutlich, dass die App nicht nur zum Selbstzweck entwickelt wurde, sondern euren Hörern einen echten Nutzen bietet.

Kategorie:

Markt

Datum:

1. Mai 2015

Autor:

Katharina Meißner, Marketing und PR

Katharina ist bei CrowdArchitects für den Bereich PR und Marketing zuständig und hat schon während ihrer Masterthesis ihr Herz an CrowdRadio verloren. Die studierte Medienmanagerin jongliert gerne mit Worten, schwört auf ihren englischen Schwarztee und hat zu beinahe jeder Lebenssituation ein Zitat aus den Simpsons parat.

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  1. Lokalrundfunktage 2015 mit CrowdRadio — CrowdArchitects Blog

    18. Juni 2015, 14:47

    […] wie die notwendigen Erwartungen an tatsächlich zukunftsweisende Radio-Apps. Die Ansprache der digitalen Community, eine direkte Kommunikation mit Hörern, neben dem Radiostream auch Videos und Podcasts integrieren […]

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