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Social Media in Deutschland – wo liegt die Zukunft?

Social Media ist aus der heutigen Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine unüberschaubare Anzahl an Social Networks und Web 2.0-Diensten. Der Bereich wächst täglich an Nutzern und neuen Anbietern. Grund genug für uns zu schauen, welche Dienste besonders erfolgreich und für die eigene Unternehmenskommunikation interessant sind.

Social Media ist nicht nur Facebook sondern höchst vielfältig

 

Aktueller Stand der sozialen Netzwerke

75 Prozent der deutschen Internetnutzer sind in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet – das sind rund 38 Millionen Deutsche. Das Social Web hat den Internetalltag erobert und spielt eine zunehmend bedeutendere Rolle. Unter den sozialen Netzwerken stellen Facebook und Twitter die zielgruppenunabhängigen dar, die genau deshalb auch so reichweitenstark sind. Facebook kann durch seine offene Positionierung gegenüber Nutzern und Unternehmen bereits 24,6 Mio. Nutzer in Deutschland vorweisen. Facebook geht mit der Zeit und entwickelt sich weiter. Es ist deshalb das erfolgreichste Netzwerk in Deutschland. Ein Leichtgewicht mit ca. 4 Mio. Nutzern hingegen ist Twitter. Die offene Struktur des Netzwerkes verschafft die Möglichkeit, Nachrichten in kurzer Zeit viral zu verbreiten. Nicht selten dient es deshalb Massenmedien als Nachrichtenquelle. Auch das relative neue Google+ kann sich durch die Öffnung gegenüber Unternehmen hier einordnen lassen. Durch die schnell wachsenden Nutzerzahlen sowie den resultierenden Vorteilen im Google-Ranking ist Google+ ein wichtiges Netzwerk für Unternehmen.

 

Quelle: slideshare.de, Faktenkontor, Social-Media-Atlas 2012

 

Zielgruppenausgerichtete Netzwerke

Obwohl die zielgruppenspezifischen Netzwerke meist weniger Nutzer vorzuweisen haben, können sie geeignete  Plattformen für Unternehmen darstellen. Beispielhaft seien hier Instagram und Pinterest als Fotoplattformen erwähnt. Besonders für Online-Shops und Unternehmen, die visuell ansprechende Produkte wie z.B. Kleidung und Wohn-Accessoires vertreiben, sind diese Netzwerke sinnvoll. Die Grafik verdeutlicht die rasante Entwicklung von Pinterest in Deutschland und lässt das große Potenzial des Foto-Netzwerkes erkennen.

 

Pinterest entwickelt sich schnell in Deutschland, Quelle:comscore/socialmediastatistik

 

Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass sich auch die Kommunikation über kleinere neuartige Netzwerke lohnen kann, falls dort die Zielgruppe anzutreffen ist. Zwar sind die Nutzerzahlen dieser Netzwerke immer noch deutlich niedriger als die von Facebook und Co., jedoch nutzt jedem Unternehmen ein Netzwerk mehr, das sich direkt an die gewünschte Zielgruppe richtet, als diese mit viel Aufwand über Facebook anzusprechen. Daher kommt den „Nischen“-Networks hohes Potenzial innerhalb der Unternehmenskommunikation zu.

 

Soziale Netzwerke im Ausblick

Zukünftig werden sich weiterhin neue Netzwerke bilden, die einen anderen Fokus legen und neue Funktionen bieten. Der Trend geht einerseits hin zu internationalen Netzwerken und andererseits zu solchen, die neue Formate liefern – siehe Pinterest, Instagram oder auch Flinc, einer Plattform, die Mitfahrzentrale und soziales Netzwerk in einem ist.  Allerdings wird auch Facebook weiter an der Spitze stehen und seine Position verteidigen, da Facebook aufgrund seiner Struktur wandelbar und universell ist. Ein besonderes Augenmerk sollte allerdings auf den mobilen Sektor gerichtet sein. Immer mehr Menschen besitzen Smartphones und Tablets, mit denen sie auf soziale Netzwerke zugreifen. Anfang 2012 nutzten bereits 37 Prozent unterwegs ein soziales Netzwerk. In der Altersgruppe zwischen 14 und 29 Jahren waren es sogar 55 Prozent. Da die mobile Nutzung sozialer Netzwerke immer häufiger wird, liegt es an den Netzwerken, sich den Entwicklungen und Anforderungen anzupassen, so wie es beispielsweise Google+ schon getan hat, welches erstmals stark in eine mobile Plattform (Android) eingriff. In Zukunft müssen sich Netzwerke deshalb am mobilen Markt orientieren und Unternehmen sollten mobile Netzwerke in Überlegungen rund um zukünftige Marketing- und PR-Maßnahmen mit einbeziehen.

 

Fazit

Soziale Netzwerke erfinden sich ständig neu. Dadurch ist auch zu erklären, warum viele Netzwerke so kurzlebig sind und von neueren abgelöst werden. Hat sich ein Netzwerk aber einmal etabliert, kann es auch auf lange Sicht sehr erfolgreich sein. Jedes Unternehmen sollte für sich entscheiden, ob und auf welcher Plattform es sich lohnt, nach außen zu kommunizieren. Neben Facebook als Allrounder und sicheren Anlaufpunkt für Social-Media-Kommunikation sollten dabei unbedingt auch neuartige Netzwerke in Betracht gezogen werden. Dabei können Unternehmen auch vom sogenannten „Early Adopter Bonus“ profitieren, wenn sie sich auf nicht-mainstream Plattformen konzentrieren., da sie als erste auf neuen Netzwerke präsent sind.

 

 

Kategorie:

Markt

Datum:

29. November 2012

Autor:

Vanessa Ellguth

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