CrowdRadio

CrowdRadio im Praxistest – Eine Auswertung der ersten interaktiven Radiosendung

Glyn Moody, Sascha Lobo, Markus Beckedahl, Jörg Heidrich, um nur ein paar Namen der Persönlichkeiten zu nennen, die sich begeistert vor das Mikrofon unserer CrowdRadio-Nutzer begaben. In Berlin fand vor wenigen Tagen Europas größte Bloggerkonferenz re:publica statt, anlässlich dessen frischr gemeinsam mit detektor.fm die erste interaktive CrowdRadio-Sendung produzierte. Drei Tage lang sammelten dutzende User Konferenzhighlights und -eindrücke und lieferten somit hochwertigen Inhalt zur Verwendung in der dreistündige Sondersendung vox:publica, die im Anschluss an die Konferenz ausgestrahlt wurde.

CrowdRadio App

Detektor.fm CrowdRadio App

Es ist ein ambitioniertes Vorhaben eine dreistündige Radiosendung zu produzieren und einer Konferenz zu widmen. Insbesondere für einen kleinen Radiosender, wie detektor.fm. Doch die re:publica bot den geeigneten Ort, um die Redaktion auf die Hörer oder vielmehr auf die User zu erweitern. Die re:publica als Sammelpunkt der Netzmenschen bot das richtige Fundament, um das Projekt CrowdRadio einem Praxistest auszusetzen.

Große Mühen waren nicht notwendig, um die Besucher der re:publica dafür zu begeistern auch bekannte Persönlichkeiten der Netzwelt für ein Interview zu gewinnen. Bereits am ersten Tag konnten wir 29 Userbeiträge verzeichnen, womit unsere Erwartungen locker übertroffen wurden. Es entstanden Interviews, Audiokommentare, Fotos, Texte über Personen und Sessions der Konferenz. Besonders überraschte uns die überwiegend professionelle Qualität der Beiträge.

Vor Beginn der Konferenz wurden präzise Aufgabenstellungen durch den Radiosender formuliert, welche die User der CrowdRadio-App entnehmen konnten. Hierdurch erhielten die User ein praxistaugliches System, um qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren.

CrowdRadio App im Praxistest

stets griffbereit hilft die CrowdRadio App interessante Interviews aufzunehmen

CrowdRadio App ermöglicht jederzeit interessante Gesprächspartner aufzunehmen

Die Nervosität war uns anzumerken, als die Konferenz begann. So war die CrowdRadio-App mehr oder weniger am Reißbrett entstanden und sollte nun dem ersten breiten Praxistest unterzogen werden.

Verständnisprobleme seitens der User gab es wenige. Die App ließ sich intuitiv bedienen, lediglich die Idee der Sendung musste erklärt werden. Hier zeigte sich, dass Radiohörer bislang nicht darauf vorbereitet sind, dem Sender qualitatives Feedback zu geben. Die Bidirektionalität muss noch erlernt werden.

Interviewaufnahme mit der CrowdRadio App

Eine Userin führt ein Interview mit der CrowdRadio App

Auch für die Redakteure von detektor.fm erwies sich die CrowdRadio App als hilfreich. Sie agierten quasi als User und konnten ebenfalls interessante Personen spontan in sendetauglicher Qualität interviewen. Dass die App zusätzlich eine Foto- und Textkommentarfunktion bietet erwies sich als nützlich, um zusätzlich zum Interview ein Foto des Gesprächspartners zu schießen und ein paar Notizen hierzu anzufertigen.

Drei Tage Konferenz eingefangen in drei Stunden

Das Ergebnis drei Tage re:publica und CrowdRadio findet sich in der Sondersendung vox:publica wieder. Die Inhalte wurden allesamt mit der CrowdRadio App aufgenommen und zu einem sehr großen Teil durch die Besucher der Konferenz erstellt.

73 Userbeiträge wurden insgesamt eingereicht, darunter 42 Audiobeiträge – nahezu 100% in Sendequalität.

Das Experiment CrowdRadio funktioniert und Radiomacher erhalten mit CrowdRadio eine hochwertige und funktionierende Lösung, um Hörer am Programm direkt zu beteiligen. Damit ist der erste Schritt zu echtem Social Radio gemacht. Freuen wir uns auf weitere tolle Sendungen vom Typ vox:publica.

Kategorie:

Markt

Datum:

7. Mai 2012

Autor:

akuehn, Geschäftsführung, CTO

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Pingbacks

  1. Hörtipp: detector.fm bei DRadio Wissen in der Redaktionskonferenz - Kultur2Punkt0

    11. September 2012, 22:34

    […] interessant ist, dass die Idee zur App gar nicht von detektor.fm selbst stammt, sondern von der Erfurter Medienagentur frischr, die auf sie zugekommen sind und diese dann auch technisch umgesetzt haben. Manchmal klopft das […]

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