CrowdRadio

Das Ende vor Beginn – Mit Load Balancing Nichterreichbarkeit verhindern

Ein Zitat besagt „Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt!“. Was das tägliche Brot eines jeden PR- und Marketing Menschens ist, kann unter Umständen bei Startups bedeuten, dass der Schuss nach hinten los geht. Immer dann, wenn statt einer Website eine Fehlerseite erscheint. Eine Ursache: der eigene Webdienst erfährt über (Online) Medien hohen Zuspruch, die Nutzer kommen in großer Anzahl und mit hohen Erwartungen. Fehlen Ressourcen oder mangelt es am technischen Konzept, kommt das Böse erwachen: Die Website bricht unter der Last zusammen. Ein flexibles Konzept kann Schlimmes verhindern.

Der Erfolg eines neuen Webdienstes ist schwer kalkulierbar, gute Vorbereitung ist ein essentieller Bestandteil und umfasst bei Webangeboten nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal und intuitive Benutzerführung. Wichtigster Faktor eines Services ist seine technische Infrastruktur und somit Verfügbarkeit.

Oft verschenken viele Startups und Dienste ihr Potential, wenn der Buzz einsetzt. Der Besucher sieht anstatt der Website eine Fehlerseite, Frustration setzt ein und eine Wiederkehr ist ungewiss. Der erste Eindruck bleibt der letzte und dieser zählt.

Neue Cloud Services helfen bei schwankender Performance. Durch sogenanntes Load Balancing kann man in kurzer Zeit weitere Ressourcen hinzu schalten und die Last effektiv verteilen. Somit kann der Server einem hohen Ansturm an Besucher bewältigen. In Ruhezeiten wird die nicht verwendete Performance für andere Dienste verwendet, die Administration übernimmt ein Dienstleister (empfehlenswert bei kleinen Startups) oder die Administratoren. Die größten Reserven nützen nichts, wenn sie nur teilweise oder fehlerhaft angezapft werden.

Konnte ein neuer Dienst vor wenigen Jahren mit einigen Tausend Besuchern, verteilt über den ganzen Tag, sich erfolgreich behaupten, muss man heute mit tausenden Zugriffen gleichzeitig kalkulieren. Große soziale Netzwerke und Informationsdienste bieten die nötige Infrastruktur. Videos, Bilder und Linktipps verbreiten sich wie ein Lauffeuer und können über Nacht Bekanntheit schaffen, die eine gute PR-Abteilung über Jahre aufzubauen versucht.

Twitter Failwhale

Twitter Fehlerseite - Der Failwhale

Allen voran zeigt das weiter anhaltende Wachstum von Twitter und Facebook, in welcher Geschwindigkeit und Häufigkeit Nutzer heute zu Diensten finden. Die Anzahl registrierter Mitglieder bei Facebook in Deutschland hat sich seit Beginn des Jahres gar verzehnfacht. Facebook kann diese Anzahl von Nutzern nur dank speziell entwickelter Technologien abwickeln. Schwerer hat(te) es Twitter, hier konnte die Technologie den Anforderungen sehr oft nicht gerecht werden. Die Folge – der Failwhale. Der „Ausfall Wal“ erschien, wenn Twitter seinen Dienst verweigerte. Hinter Twitter steht eine loyale Community, für die eine Fehlerseite Kultstatus erreichte. Das funktioniert nicht immer und auch ambitionierte Dienste wie Foursquare leiden unter technischen Krämpfen, unabhängig von Mitarbeitern und Kapital.

Technische Möglichkeiten existieren heute zur Genüge. Richtig angewendet, kann mit gängigen Open Source Technologien und Cloud Hosting ein robustes Fundament für hohe Zugriffslasten erstellt werden, die einerseits einem starken Ansturm standhält und andererseits die Verweildauer für Nutzer angenehm gestaltet. Dies muss in einer frühen Projektphase einkalkuliert und vorbereitet werden, damit Resourcen und Verfahren bei Bedarf schnell eingestzt oder automatisch angefahren werden.

Mit steigender Anzahl der Nutzer und verlängerter Nutzungsdauer erhöht sich die technologische Anforderung an einen Dienst. Dieser Prozess ist meist im organischen Wachstum integriert, sehr oft lösen sich infrastrukturelle Projekte während der Wachstumsphase von allein. Wenn allerdings der Erfolg über Nacht in der Tür steht, sollte man vorbeugende technische Strategien besitzen. Ansonsten bleibt der erste Eindruck oftmals wirklich der letzte und der Nutzer entscheidet sich im Zweifel für einen weniger innovativen, aber zuverlässigen Dienst. Was bleibt ist der fehlende Eindruck.

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Pingbacks

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * markiert.

Erfahre hier sofort, wenn neue Funktionen oder spezielle Angebote erscheinen

Newsletter abonnieren

Oder erhalte News über