CrowdRadio

Debatte: Spambots aus Fleisch & Blut (dmexco Liveblogging)

Liveblogging von der #dmexco in Köln

Die Debatte von Volker Wiewer (CEO eCircle), Clemens Riedl (GF VZnet), Claudia Willvonseder (Marketing IKEA) und Peter Gravier (Tribal DDB) zum Thema „The Social Media Debate: ‚Make friends not foes: brands in the mind of consumers‘“ verhieß interessant zu werden, reduzierte sich letztendlich aber nur auf eine brauchbare Aussage: Eine Unternehmenscommunity muss weitere Aktivitäten in Social Networks nicht ausschließen und trägt im konkreten Fall zur Loyalitätsbildung der Marke bei. Dieses Statement war Claudia Willvonseder zu entlocken auf die, nunja, „provokante“ Frage vom Moderator, warum Ikea jetzt noch die „hej-Community“ brauche, wo sie doch Erfolg auf Facebook hätten.

Die restlichen Standpunkte der Teilnehmer bestanden aus schnöder Selbstdarstellung und Selbstbeweihräucherung. Es fiel schon sehr schwer Volker Wiewer nicht ironischen Applaus zu spenden, als er mit der Aufzählung über Milliarden von verschickten E-Mails versuchte sein Unternehmen gegenüber der Aussage zu positionieren, E-Mail-Marketing sei tot. Peter Graviers zaghafter Versuch, dem Strom von Marketinggeschwätz mit Qualitätsargumenten zu entgegnen ging völlig unter. Und auch der neue(ste) VZnet-Chef Clemens Riedl bestätigte mich in meiner Meinung über das Berliner Social Network, dass sie sich nicht als Botschafter der neuen Social Media Denke verstehen. Gekünstelt wühlte er ein paar Zahlen zu einer Coke-Campagne auf seinen Netzwerken aus seinem Sakko und meinte die Qualität seiner Apps in Anzahl von Downloads und Pinnwandeinträgen messen zu können.

Unterm Strich wurde wieder deutlich, dass in Kreisen von Marketees noch immer niemand die Rolle übernehmen mag, aus den gewohnten Kreisen auszubrechen und Erfolg in Qualität statt Quantität zu messen. Warum auch, man findet ja ausreichend Bestätigung unter seines Gleichen.

Kategorie:

Markt

Datum:

15. September 2010

Autor:

Hannes Mehring, Geschäftsführung, UX Konzeption

Hannes ist Gründer von CrowdRadio. Schon während seines Medienwissenschaft-Studiums beschäftigten ihn, welche Auswirkungen die übermächtig scheinenden sozialen Medien auf klassische Medien haben - der Grundstein für CrowdRadio. Hannes hat ausgeprägte norddeutsche Wurzeln, weshalb er seinen Hang zur Natur gerne auch auf dem Wasser auslebt.

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