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Das Medienecho zu Google Buzz

Gestern war wieder einer dieser Momente, die Googles Konkurrenten fürchten. Google veröffentlichte seinen neuen Dienst Buzz, dem nicht weniger als die Revolution der sozialen Kommunikation im Web nachgesagt wird. Eigentlich kann man zum Tool selber an dieser Stelle noch wenig sagen. Der bisherige Eindruck lässt eine Ähnlichkeit zu Google Wave nicht verweheren. Insgesamt wirkt die Funktionalität zusammengewürfelt und alles andere als perfekt.

Aber genau diese Tatsachen bringen ein erstaunliches Medienecho hervor. Schon wenige Stunden nach Erscheinen loben die einschlägigen Medien Buzz in den höchsten Tönen.

Google Buzz hat das Potential, die Web-Szene auf ähnliche Weise umzukrempeln, wie zuletzt Twitter – wenn die Realität hält, was die Präsentation versprach.

urteilt Spiegel Online und faz.net beschreibt Buzz als das bessere facebook:

Ist das nicht schon Facebook? Ja, aber Google will es natürlich wieder einmal besser machen. Und hat es auch geschafft.

Die Welt kommt mit einem interessanten Zitat des Marktforschungsunternehmens Gartner daher, wonach im Jahre 2014 bereits 20% der geschäftlichen Kommunikation in Social Media Services stattfinden. Google scheine noch einmal die Kurve bekommen zu haben, nachdem sie bisher keinen Fuss in soziale Anwendungen setzen konnten.

Doch die Medien, die sich einen Tag Zeit mit ihrem Artikel lassen, entpuppen sich als Skeptiker. Das Medien-Portal Meedia analysiert unter der Schlagzeile „Wie sich Google im Social Web verzettelt“ mögliche Fallstricke für Google.

Google versucht mit Buzz mit der Brechstange Anschluss an den Social-Trend im Netz zu finden. Für Google ist es eine ungewohnte Erfahrung, dem Trend hinterherzuhecheln.

attestiert Meedia dem Webgiganten. Focus Online lässt sich auch Zeit listet eine Reihe von (internationalen) Zeitungen und Blogs auf, die überwiegend den Mehrwert von Buzz kritischer sehen.

Beim Lesen hat man das Gefühl sich in einem emotionalen Rausch zu befinden – besonders bei den frühen Artikeln. Bekanntlich sieht die Welt anders aus, wenn man eine Nacht drüber geschlafen hat. Und so werden die Ereignisse tags darauf weit rationaler und ein klein wenig verkatert gesehen.

Eine Meldung, die indessen fast unterging: Google gab bekannt, ein experimentelles Glasfaser Netz aufbauen zu wollen, an dem alle Haushalte eine Netzandingung mit einer Datenrate von einem Gigabit (!) erhalten. Vielleicht wird das Googles wahrer Buzz?

Kategorie:

Markt

Datum:

11. Februar 2010

Autor:

akuehn, Geschäftsführung, CTO

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